News

Neuer Rasenpaltz fürs Gebhardshainer Stadion

veröffentlicht von Markus Solbach am [PUBL_DATE]
News >>

Artikel aus der Rhein Zeitung vom 13.10.2012 zum Thema neuer Rasenplatz fürs Stadion Gebhardshain.

Unsere Hockey-Abteilung wirds freuen.

Ab Juni kickt Gebhardshain auf Grün

Sport 100 000 Euro für Sportplatzumbau bezahlt - Patenschaften für die Pflege geplant

Von unserem Redakteur

Peter Seel

 

M Gebhardshain. Erst war bei den Sportlern im Raum Gebhardshain die Enttäuschung riesengroß, als sie vor Monaten erfahren mussten, dass es Essig war mit einem neuen Kunstrasen fürs örtliche Stadion an der Westerwald-Realschule Plus – zu teuer, 400- bis 500 000 Euro unbezahlbar, Landesfördermittel hätte es frühestens 2015 gegeben. Da hatte Ortsbürgermeister Heiner Kölzer die Idee, stattdessen einen „normalen“ Rasenplatz anzulegen. Der ist nämlich schon für rund 100 000 Euro zu haben. Beim Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Konrad Schwan, brauchte es nicht (allzu) großer Überredungskünste: Mit 40 000 ging die VG als Eigentümer des Stadions mit ins Boot, den Rest muss das Dorf selbst aufbringen. Und auch, wenn das kein kleiner Brocken ist – so war doch gestern bei der Vorstellung des Projekts nur gute Laune und sportlicher Optimismus zu spüren: Denn der Rasen ist vor zwei Wochen eingesät worden, ab Juni darf dann auf dem früheren Tennenplatz im weichen Gras gekickt werden.

Viele junge und alte Sportler freuen sich schon auf ihre ersten Trainingseinheiten oder Spiele hier. Daher war die Gruppe auch recht groß, die das „Richtfest“ einläutete: Neben Schwan und Kölzer Klaus Willwacher als Rektor der Westerwaldschule und sein Kollege von der Astrid-Lindgren-Grundschule, Reiner Hollmann; beide Einrichtungen nutzen den Platz intensiv für den Schulsport. Auch die SG Westerwald kann's kaum erwarten bis zur Eröffnung, was der Vorsitzende Willi Philipp zum Ausdruck brachte. Nicht minder froh ist die DJK, deren Geschäftsführerin Kornelia Bodenstein sowie Vorsitzender Bruno Seibert und Jugendleiter Eddi Bohnen ankündigten, für Wartung und Pflege des Platzes aufkommen zu wollen; für den Umbau waren die Vereine nicht zur Kasse gebeten worden. Man geht von maximal 20 000 Euro an Kosten im Jahr aus, und wenn man auch mit den Nachbargemeinden, die den Rasen ebenfalls nutzen, wegen einer Beteiligung in Verhandlungen treten will, so hat man doch schon einen „Plan B“, um an das Geld heranzukommen: Man will „Patenschaften“ zur Unterhaltung der rund 8000 Quadratmeter großen Grünfläche verkaufen. Für zehn Euro pro Quadratmeter im Jahr kann jeder zum Sportsponsor in Gebhardshain werden; gern können auch mehrere Quadratmeter auf einmal übernommen werden. „Der Elfmeterpunkt allerdings“, lacht DJK-Chef Seibert, „könnte etwas teurer werden.“

Ende August war Startschuss für den Umbau, den die Firma Cordelbau aus Wallenborn erledigt hat: In den Boden kam eine neue Beregnungsanlage, und auch das Flutlicht kann jetzt, dank Verlegung neuer Kabel, direkt vom Platz aus an- und ausgeknipst werden – auch einzelne Lichtmasten, um Energie zu sparen. Bislang musste man immer zur Halle marschieren, um die Schalter zu drücken. Natürlich wurde auch der Untergrund des alten Hartplatzes, bis in 20 Zentimeter Tiefe, für eine Rasenbepflanzung tauglich gemacht und ist nun eine DIN-geprüfte Rasentragschicht.

Die vielen Mannschaften von SG und DJK, von den Schulen und aus den Nachbardörfern waren zuletzt oftmals wegen Platzproblemen in Verdrückung geraten. Doch auch der neue Rasen hat seine Grenzen und muss in der Herbst/ Winter-Phase geschont werden. 800 Jahresnutzungsstunden bleiben. Realschulrektor Willwacher hatte gleich eine Lösung: Wenn der Bolzplatz nebenan ein Kunstrasenplatz würde, wäre das die ideale Ausweichmöglichkeit in Stoßzeiten, im Winter und bei schlechtem Wetter.

RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Samstag, 13. Oktober 2012, Seite 18 (0 Views)
 

Letze Änderung: 15.10.2012 um 17:36

zurück