News

Dr. Klaus Kohlas hält interessanten Vortrag zum Thema wandern

veröffentlicht von Markus Sollbach am [PUBL_DATE]
News >>

Warum wandern wir? Diese Frage nahm jetzt Dr. med. Klaus Kohlhas, Sportmediziner und Diabetologe DDG in der Gebhardshainer Gemeinschaftspraxis, im Rahmen der Aktionstage „Überwinde deinen inneren Schweinehund bei der SG Westerwald“,  im vollbesetzten Mehrzweckraum der Westerwaldschule Gebhardshain unter die Lupe. 

In einem kurzweiligen und interessanten  Vortrag referierte der ehemalige Marathonläufer über die Vor- und Nachteile des Wanderns und zeigte zahlreiche Bilder von seiner sechstägigen Alpenüberquerung über den E5 von Oberstdorf über Zams bis nach Meran/Similaun-Schnalstal. 
 
Argumente warum wandern gut ist und von 8 Mio. Deutschen auch im Winter betrieben wird lieferte Dr. Kohlhas: „Wandern ist immer und überall möglich. Wandern ist gut für unseren Körper, gut für die Psyche und stärkt die Abwehrkräfte. Wandern ist günstig und gut für Beziehungen“.
 
Das man beim wandern im Bereich Kalorienverbauch gegenüber anderen Ausdauersportarten zunächst  im unteren Bereich liegt täuscht etwas. „Würde man jeden Tag nur 2 km wandern  verbrennt man im Laufe eines ganzen Jahres 36 500 Kcal“, betont Kohlhas und weißt darauf hin, dass man mit der Abnehmindustrie auch nicht wesentlich mehr abnimmt. 
 
Im zweiten Teil seines Vortrages berichtete Kohlhas über seine Vorbereitungen und Durchführung der sechstägigen Alpenüberquerung auf dem E 5 Wanderweg. Hier sei es vor allem wichtig körperlich gut vorbereitet (wöchentliches Training  mit mehreren kurzen Wanderungen sowie 1x wöchentlich ca. 10-30 km) und in der Lage zu sein, während der Tour „täglich fünf bis acht Stunden mit ca. 9 kg Gepäck und bis zu 1000 Höhenmeter absolvieren zu können“, so der Gebhardshainer Arzt.
 
Empfehlen könne er auf jeden Fall eine geführte Tour und riet von einem Trip auf eigene Faust ab. 
 
 
Neben einem entsprechenden Fitnessgrad spielt gutes Material  auch eine wichtige Rolle. So ist ein Tourenrucksack (30-40 Liter), feste und gute Bergschuhe, Funktionskleidung, Trinkflasche und Tourenverpflegung von großer Bedeutung. 
 
Nochmals große Aufmerksamkeit weckte Kohlhas zum Ende seines Vortrages  als er über den Fundort des ca. 5300 Jahren alten "Ötzis" berichtete, der am Ende (in Similaun) seiner Alpenüberquerung lag. Trotz des hohen Alters konnte man bei Ötzi u. a. feststellen, dass er erhöhte Cholesterinwerte, Arteriosklerose und Gallensteine hatte. Mindestens etwa 24 Stunden vor der Pfeilattacke, die zum Tod führte, war Ötzi in einen Nahkampf verwickelt.
 
 
Willi Philipp, Vorsitzender der SG Westerwald, bedankte sich zum Abschluss ganz herzlich bei Dr. Kohlhas für diesen interessanten Vortrag.
 
Alle Beiträge rund um die SGW-Aktionstage mit dem Vortrag von Prof. Braun, Dr. Kohlhas sowie die Sportshow können unter www.sgwesterwald.de abgerufen werden.
 
 
 

Letze Änderung: 08.12.2017 um 08:30

zurück