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Bewegung ist die beste Medizin

veröffentlicht von Markus Solbach am [PUBL_DATE]
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Bewegung ist die beste Medizin  

Vortrag von Prof. Dr. Veit Braun zum Thema „Das Kreuz mit dem Kreuz“ 

Laut Statistik haben 80 % aller Deutschen im Lauf des Lebens therapeutisch relevante Rückenschmerzen. – Was sind Rückenschmerzen? Wie entstehen sie ? Was kann man gegen sie tun ?

Prof. Dr. Veit Braun (li.) und die zahlreich erschienen Besucher wurden vom SGW-Vorsitzenden Willi Philipp (re.) im neuen Mehrzweckraum der Ww-Schule in Gebhardshain herzlich begrüßt.

Für diese Fragen interessierten sich jetzt zahlreiche Besucher, die der Einladung der Sportge-meinschaft Westerwald e.V. in den Mehrzweckraum der Westerwaldschule in Gebhardshain  gefolgt waren, um hier Informationen aus erster Hand zum Thema zu erhalten. Referent des Abends war Prof. Dr. med. Veit Braun, der Chefarzt der Neurochirurgie am Diakonie-Klinikum Jung-Stilling in Siegen.

Das Thema des Abends: "Das Kreuz mit dem Kreuz"

Er stellte zuerst die weder für Ärzte noch für Patienten positive Entwicklung im Gesundheits-wesen dar und bedauerte hier insbesondere die von der Politik zu verantwortende Abkehr vom sozialen Aspekt des Gesundheitswesens hin zur „Medizin zum business“. Dabei sparte er auch die Kritik an den „schwarzen Schafen“ seines Berufsstandes keinesfalls aus, sondern gab vielmehr konkrete Tipps zu seiner provokant formulierten Frage: „Woher weiß ich, dass der Doktor nicht nur an mein Geld will?“

In seiner lockeren Art & Weise brachte Prof. Dr. Veit Braun des öfteren die Zuhörer zum Schmunzeln.

Das eigentliche Thema des Abends „Das Kreuz mit dem Kreuz“ wurde dann oft mit Witz und Humor, vor allem aber in leicht verständlicher Form präsentiert und vorgetragen.

Dabei wurden sowohl die unterschiedlichen Methoden der Diagnostik mit ihren Vor-und Nachteilen, die Ursachen von Rückenschmerzen mit ihren Auswirkungen als auch die ver-schiedenen Behandlungsmethoden beschrieben. Laut Prof. Braun sind die Ursachen von Rückenschmerzen vielseitig und können nicht immer vom Rücken selbst ausgehen.

"Kein Sport ist ungesünder als der ungesündeste Sport", so Prof. Dr. Braun.

Beim therapeutischen Vorgehen sprach er sich klar  für die konservativen Behandlungsmöglichkeiten aus und meinte: „Es wird zu viel operiert.“ Der regelmäßigen körperlichen Bewegung komme sowohl in der Vorbeugung als auch in der Nachsorge eine besondere Bedeutung zu. Sein konkreter Rat: „Zwei- bis dreimal sollte man sich pro Woche für jeweils 45 Minuten körperlich bewegen, um seine Muskulatur im Training zu erhalten!“ An die Sportler gewandt, stellte er fest, dass prinzipiell gelte: „ Kein Sport ist ungesünder als der ungesündeste Sport.“

Im Anschluss an den Vortrag machten viele Zuhörer davon Gebrauch Fragen an Prof. Braun zu stellen, die alle ausführlich und geduldig beantwortet wurden.

Organisator Rudi Rödder (li.) und SGW-Vorsitzender Willi Philipp (re.) überreichten Prof. Dr. Braun & Gattin eine kleine Grubenlampe (incl. Karbid) und einen Blumenstrauß als kleines Dankeschön für den "hochinteressanten, anschaulichen und lehrreichen Vortag".

SGW-Vorsitzender W. Philipp bedankte sich abschließend für einen „hochinteressanten, anschaulichen und lehrreichen“ Vortrag und hielt es für mehr als bemerkenswert, dass Prof. Braun als echter Ehrenamtler, d.h. ohne Honorarforderungen, nach Gebhardshain gekommen war. Als kleines Dankeschön überreichte er ihm eine Grubenlampe. 

Den Kontakt zu Prof. Dr. Veit Braun hatte SGW Wirbelsäulengymnastik-Übungsleiter Rudi Rödder zustande gebracht der die Veranstaltung zusammen mit Markus Solbach organisiert hatte.

Die SG Westerwald bietet übrigens gezielt Rückentraining an und zwar: dienstags von 17:30 bis 18:30 Uhr in der Turnhalle in Elkenroth und mittwochs von 19 bis 20 Uhr in der kleinen Sporthalle in Gebhardshain. Hier sind auch kostenlose Schnupperstunden möglich.

 

Letze Änderung: 02.06.2014 um 08:35

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